Weltwärts- Was ist das überhaupt?
"Weltwärts" ist ein neues Programm zur Unterstützung entwicklungspolitischer Freiwilligendienste, ins Leben gerufen durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), welches auf diese Weise Organisationen finanziell unterstützen möchte, die bereits seit Jahrzehnten Freiwillige in Entwicklungsländer entsenden. Jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren soll es ermöglicht werden, sich 6-24 Monate lang in Entwicklungsländern zu engagieren.
„Lernen durch tatkräftiges Helfen“ ist das Motto des Freiwilligendienstes. weltwärts soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und versteht sich als Lerndienst, der jungen Menschen
einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Durch die Arbeit mit den Projektpartnern vor Ort in den Entwicklungsländern sollen die Freiwilligen unter anderem lernen, globale
Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besser zu verstehen. Den Projektpartnern soll der Einsatz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen.
weltwärts soll gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern: Gemeinsames Arbeiten und Lernen kennt weder Rassismus noch Ausgrenzung. Der neue Freiwilligendienst wird einen wichtigen
Beitrag zur entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit leisten und den Nachwuchs im entwicklungspolitischen Berufsfeld fördern.
(Mehr dazu auch in der Weltwärts-Richtlinie.)
Ob es um den Schutz des brasilianischen Regenwaldes, Ackerbau in Vietnam, Solarenergie in Burkina Faso oder ein Heim für Straßenkinder in Ghana geht – die Arbeitsfelder der Freiwilligen sind so vielfältig wie das Themenspektrum der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Freiwilligen werden durch erfahrene Entsendeorganisationen intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet und während der gesamten Zeit ihres Dienstes begleitet.
Die Teilnahme an weltwärts ist für die Freiwilligen kostenfrei. Auch von den Entsendeorganisationen werden weder Vermittlungsgebühren noch Aufwandsentschädigungen für den Freiwilligendienst
erhoben.
Von den Freiwilligen wird jedoch erwartet, dass sie sich schon vor der Ausreise für das Partnerprojekt ihrer Entsendeorganisation einsetzen, zum Beispiel durch Informationsveranstaltungen, das
Sammeln von Spenden, die Gründung privater Förderkreise oder andere Aktionen. Die Auswahl der Freiwilligen darf jedoch nicht von der Höhe der aufgebrachten Spenden
abhängig gemacht werden und richtet sich allein nach den persönlichen Qualifikationen. Die Entsendeorganisation darf maximal 150 Euro Spenden pro Monat Freiwilligendienst entgegennehmen.
Mit der Unterstützung durch weltwärts bekommen die Freiwilligen von ihrer Entsendeorganisation ein Taschengeld von monatlich 100 Euro. Die Entsendeorganisation bzw. der Projektpartner stellt den
Freiwilligen vor Ort zudem eine angemessene und kostenfreie Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung.
Quelle: www.weltwaerts.de;
Mit freundlicher Genehmigung des Weltwärts-Sekretariats

Mein Freiwilligendienst in Uganda
