
Mein Name ist Tabea Schroer, ich bin 20 Jahre alt und habe im Juni 2008 mein Abitur erfolgreich bestanden.
Schon lange hegte ich den Wunsch nach dem Abitur ins Ausland zu gehen, am liebsten, um in einem nicht so gut entwickelten Land wie Deutschland einen sozialen Dienst zu leisten.
Zum Jahre 2008 sollte dann das Weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beginnen, was mir wie maßgeschneidert für die Umsetzung meiner Idee vorkam.
Daraufhin bewarb ich mich bei unterschiedlichen Organisationen und entschied mich letztendlich für IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln e.V., um mit ihnen im Rahmen des Weltwärts-Programmes einen einjährigen Freiwilligendienst in Uganda zu leisten.
Durch meinen Aufenthalt in Argentinien im Sommer 2007 habe ich zum ersten Mal wirklich am eigenen Leibe gespürt, wie gut wir Europäer es eigentlich haben und wie verwöhnt wir doch sind. Alles sehen wir als selbstverständlich an und wissen es gar nicht mehr zu schätzen.
Ich denke, dass wir nur Glück hatten, in solchen Verhältnissen aufzuwachsen und von diesem Glück möchte ich gerne etwas weitergeben und mich deshalb in nicht so gut entwickelten Ländern engagieren.
Von Anfang an wollte ich meinen Freiwilligendienst gerne in Afrika leisten. Dieser Wunsch war bzw. ist auf einem Interesse und einer Begeisterung für diesen Kontinent begründet, deren Ursprung ich selber nicht genau erklären kann.
Durch die Arbeit an meiner Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12 (Thema: Ghana - Between human rights and human trade) und Erzählungen einer Bekannten meiner Familie, die einen zweijährigen Entwicklungsdienst in Uganda geleistet hat, kristallisierten sich für mich zwei Länder heraus, die ich favorisierte: Ghana und Uganda.
Letztendlich ist es nun Uganda geworden und ich freue mich schon sehr auf mein Jahr als Freiwillige in diesem überaus interessanten und vielseitigen Land.
Mir ist dabei durchaus bewusst, dass es nicht immer einfach und anfangs auch durchaus schwer sein wird, sich an die neuen Umstände anzupassen. Darin sehe ich jedoch eine Herausforderung und hoffe, dass mein Freiwilligendienst am Ende eine Bereicherung sein wird, natürlich auch für mich, aber in erster Linie für meine Entsendeorganisation und die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten werde.
Dies wird mir hoffentlich gelingen, da das ausgewählte Projekt sehr gut auf mich und meine Fähigkeiten passt. Fünf Jahre lang war ich Mitglied der englischsprachigen Theater-AG meiner Schule und durfte zusammen mit dieser Gruppe u.a. auch im Rahmen des Spotlights-Festivals am Jungen Theater Bonn spielen. Insgesamt haben wir in diesen fünf Jahren drei Aufführungen auf die Beine gestellt. Des Weiteren habe ich mit Hilfe meines Lehrers, der auch eine theaterpädagogische Ausbildung besitzt, noch ein "Eine-Frau-Stück" inszeniert, welches ich insgesamt drei Mal an meiner Schule aufgeführt habe. Außerdem habe ich an einem Projekt in der Brotfabrik Bonn mitgewirkt.
Bei zwei Theaterstücken waren auch tänzerische Elemente inbegriffen, die ausgebildete Tänzerinnen mit uns zusammen erarbeitet haben. Außerdem habe ich fünf Jahre privat an einer Tanzschule getanzt.
Auch später möchte ich im Theaterbereich arbeiten und denke, dass ich meine Fähigkeiten in diesem Projekt gut einbringen kann.
Außerdem bereitet mir die Arbeit mit Kindern sehr viel Spaß. Dies wurde mir in meinen zwei Jahren als Mentorin für die 5.- und 6.-Klässler meiner Schule bestätigt, ebenso wie in meiner langjährigen Erfahrung als Babysitterin und Nachhilfelehrerin.
Das Fach Pädagogik hat mich in der Schule immer sehr interessiert und war u.a. auch mein viertes Abiturfach. Insofern denke ich, dass ich über das nötige theoretische Grundwissen für die Arbeit mit Kindern verfüge.
Insgesamt glaube ich auf meine Arbeit dort gut vorbereitet zu sein. Dennoch freue ich mich auf die neuen Aufgaben und die mit Sicherheit andere Art von Theater und Schulunterricht, der ich dort begegnen werde.

Mein Freiwilligendienst in Uganda
